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Im Osten nichts neues

Autor: Benjamin | Datum: 05 Januar 2012, 11:45 | Kommentare deaktiviert

Euch allen nachträglich ein frohes und gesegnetes neues Jahr!
 
Im Osten nichts neues?
 
Eigentlich eine ganze Menge... Im Dezember wurde ich z.B. von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier geschleust. Das heißt: Gottesdienst, "I'm dreaming of a white christmas" hören und viel Essen. Fast jeden zweiten Tag war ich auf einer Weihnachtsfeier. 
 
Am 24. Dezember war die große "Christmas-WarmUp Party". Mit Tanz, Theater und Chor. Ich habe beim Theaterstück als betrunkener Wettspieler brilliert, der am Ende der Szene jemanden verprügelt. Leute... So kommt man nach Hollywood. Ein große Slapstick ohne gleichen... so ist es halt auf Java. Wer hier arbeitet braucht viel Humor und mittlerweile habe ich mich auch von dem Charakter anstecken lassen (Dauergrinsen) und sehe vieles lockerer. 
Die Jugendlichen der Gemeinde hatten eine riesengroße Weihnachtsfeier organisiert - ca. 500 Jugendliche aus den umliegenden Gemeinden sind gekommen. Mein einziger Gedanke war: "Wow... Respekt". Ich hatte mich entschlossen auch ein wenig deutsche Weihnachten hier hin zubringen und habe (ein wenig durch Krankheit angeschlagen) schnell Adventskranz gebastelt, Kinderpunsch mit ein paar Leuten gemacht und zu Bildern ein wenig erzählt. Kinderpunsch war für die sehr ungewöhnlich, denn Nelken werden hier üblicherweise für Kretek-Zigarretten verwendet. anschließend haben wir gewichtelt. Als ich bei der Vorbereitung auch von "Schrottwichteln" erzählt habe, war ich der einzige der es lustig fand, aber hinterher ist es dann irgendwie doch auf Schrottwichteln hinausgelaufen. Ich habe ein Kelle zum Mörtel verputzen gekriegt...
 

 
Am 25. gab es die große Feier. Die Leute mussten draussen sitzen und verfolgten den Gottesdienst über Leinwände. Danach habe wir viel gegessen und es sind Gäste bei uns vorbeigekommen. Ich selber bin dann später mit einer paar Jugendlichen los gezogen.
 
Im Dezember durfte ich auch ein wenig Reisen. Ich war wieder in Malang und habe den Geburtstag der GKJW gefeiert. Unter anderem auch - sry an alle Leute die Tiere mögen - Hund gegessen... und es schmeckt lecker!
 
So muss ein Hot Dog aussehen  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nach ein paar Tagen in Surabaya gings dann wieder nach Jember und ich wollte Silvester in Rejoagung feiern. Was für ein Kontrast - Malls reihen sich neben Malls und dann kommt man wieder in seine kleine Stadt. Surabaya ist schlicht und einfach gesagt: heiß, überfüllte Straßen, ein Shoppingzentrum und Standpunkt unzähliger Fabriken, anstrengend.
Das mit Silvester auf dem Dorf hat leider nicht geklappt, weil ich - beinahe schon üblich - ins Krankenhaus musste. Silvester haben sie mich aber dann doch gehen lassen, sodass ich es mit den Jugendlichen in Jember feiern konnte. 
Anfang Januar bin ich nach Banyuwangi gefahren - an die Ostküste Javas. Dort sind viele Kaffee, Kakao und Gummibaum Plantagen. Ich als Kaffee-Junkie hatte es sehr schwer, denn dort gibt es den angeblich besten und teuersten Kaffee der Welt. Weil ich aber noch krank bin darf viele Sachen nicht essen oder trinken (-> KEIN KAFFEE!!). Der Kaffee ist so teuer, weil die Bohnen von Raupen gefressen werden und die Bohnen werden durch Enzyme fermentiert und man trinkt dann hinterher im Grunde... naja... den Kot der Raupe. 
 
Am Montag geht es wieder in die Schule, wir planen den Urlaub mit den Indonesien-Freiwilligen, Medikamente schlucken... das ist Stand der Dinge
 
Aus dem Osten was Neues...